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Welches Potential hat Clubhouse auf dem deutschen Markt

Bild von Stefan Spatz Stefan Spatz3. Februar 20217 Minuten Lesedauer

Studie zu Bekanntheit und Nutzung

Clubhouse hat auf dem deutschen Markt im Januar einen regelrechten Run hinter sich. Wie unter einem Brennglas hat die App in kürzester Zeit von knapp 3 Wochen eine Entwicklung hingelegt, wozu vergleichbare Apps meist mehrere Monate bzw. Jahre brauchen.

Dass die App im relevant set der deutschen Bevölkerung angekommen ist, zeigen nun erste repräsentative Umfragen wie z. B. die Studie der Mediaagentur OMD. Zwar benutzen nur ca. 1 Prozent der Befragten die App. Immerhin ein Viertel aller Befragten hat heute von der App gehört – und von diesen wiederum hat jeder Dritte fest vor, Clubhouse künftig zu nutzen.

Hohe Nutzeranzahl prognostiziert

Mit diesen Zahlen im Hinterkopf kann man annehmen, dass die Audioplattform weiter an Bekanntheit und Nutzerzahlen gewinnt. Nicht zuletzt, da die Gründer kürzlich eine Erweiterung der App für Android User angekündigt haben – was immerhin ca. 70 % des deutschen Marktes ausmacht. All das führt zur nicht sehr gewagten Annahme, dass Clubhouse nach dieser kurzen Zeit mittelfristig zum festen Repertoire auf dem Social Media Markt zu zählen sein wird. Einschränkend muss erwähnt werden, dass das Unternehmen Alpha Exploration, das hinter Clubhouse steht, noch Hausaufgaben hat. Dazu zählen die offenen Datenschutzfragen rund um die App der Gründer Rohan Seth und Paul Davison, die diese lösen und regelgerecht aufarbeiten müssen.

Erste Unternehmen mit an Bord

Nicht zuletzt wegen der Skepis in Bezug auf den Datenschutz sind deutsche Unternehmen hier anfänglich etwas zurückhaltend. Doch gerade die First Mover profitieren von einem Wissensvorsprung und schnellerem Follower-Wachstum.  Unter dem Stichwort experimentelles Marketing besteht für Marken die Chance, sich auszuprobieren und Vorreiter im relevanten Content Marketing zu sein. 

Es sei an der Stelle erwähnt, dass Clubhouse in den Terms of Service die Nutzung der App zu Geschäftszwecken verbietet. Deswegen kann man offiziell auch nur private Profile mit Vor- und Nachnamen anlegen, wobei einige Unternehmen, Marken oder Künstler bereits die "Regel" gebrochen haben. Der Blick ist hierbei auf Edeka und t3n gerichtet, die als Brand-Pioniere auf der Plattform vorangingen. Ob diese Profile langfristig bestehen bleiben oder letztendlich von Clubhouse gelöscht werden, ist unklar. 

Clubhouse ist ein Portal für Personen: Die sichere Alternative nennt sich daher Personal Branding. Naturgemäß ist eine Strategie für Clubhouse Marketing in diesem Kontext nicht von der Stange zu haben, da Erfahrungswerte fehlen. Sollten Marketer in diesem Fall Unterstützung suchen und offene Fragen haben, freuen wir uns über jede Kontaktanfrage. Wir beleuchten die Optionen für interessierte Marken mit einem unverstellten Nutzen-Risiko-Blick.

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Autor: Stefan Spatz

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