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Clubhouse-Wissen 101: Alles, worüber die Welt gerade spricht – auf einen Blick

Bild von Efthalia Chitziou Efthalia Chitziou9. Februar 20218 Minuten Lesedauer

Was Clubhouse so einzigartig macht

Fast alle Kommunikation findet in der App durch die eigene Stimme statt, was per se schon besonders ist. Mit Ausnahme des jeweils persönlichen Profilfotos, das mit dem Usernamen angezeigt wird, können in Clubhouse keine anderen Bildinhalte geteilt werden. Außer dem Titel, der einen Raum beschreibt, finden sich kaum Textinhalte auf der Plattform. Lediglich in der Selbstbeschreibung des Users („Bio“ genannt) können wenige Zeilen Text verfasst werden – häufig genutzt, um Interessen, Heimatstadt oder Beruf zu kommunizieren.

Eine kleine Revolution der Social-Media-Welt bringt die Tatsache mit sich, dass alle Unterhaltungen nur in Echtzeit existieren und nicht im Nachhinein abgerufen werden können. 24 Stunden sichtbare Instagram Stories werden hier noch mal in Sachen Schnelllebigkeit überboten. Beim User bewirkt dieses Prinzip vor allem eins: stundenlange Aufenthalte auf der Plattform dank der „Fear of Missing Out“ (FOMO-Effekt). 

Was sich aus den ersten beiden Absätzen ableiten lässt: Nie war es auf einer Social Media Plattform einfacher und schneller möglich, selbst Content zu generieren! Die technische Barriere ist durch die Nutzung der eigenen Stimme und des Mikrofons quasi nicht vorhanden. Die psychologische Hemmschwelle wird dadurch gesenkt, dass das Gesagte ohnehin „nur für den Moment“ existiert. Optimale Voraussetzungen für hohes Engagement.

Das wohl geschickteste Feature ist jedoch die Nutzung viraler Effekte. Sobald ein Nutzer einen Raum betritt, bekommen dessen Follower diesen Raum auf ihrer Startseite im Feed angezeigt. Stößt einer dieser Follower ebenfalls in den Raum hinzu, sieht das zusätzlich sein eigener Followerkreis. Auf diese Weise kann sich eine kleine Gesprächsrunde, je nach Reichweite der Teilnehme, binnen Sekunden auf Stadiongröße (bzw. dem heutigen Limit von ca. 5.000 Menschen pro Raum) ausdehnen. 

Die Möglichkeit seine existierenden Profile bei Instagram und Twitter in der eigenen Bio bei Clubhouse zu integrieren, führt zu einem nahtlosen Übergang in der Social-Media-Welt und nützt dem Wachstum der App. Wir nutzen als Ergänzung zu dieser Seite einen tagesaktuellen Instagram-Channel

Invites, iOS und das Spiel mit der Exklusivität

Wichtig für den Hype ist der limitierte Zugang: Clubhouse ist nur für iPhone- (bzw. iPad-) Nutzer verfügbar – zumindest für den Moment. Die Entwickler meldeten jedoch, dass bald auch Android-Smartphones die App nutzen können. Ein Veröffentlichungsdatum für die Android-App ist bislang noch unbekannt und nicht offiziell bestätigt.

Ein iOS-Gerät alleine reicht nicht aus, um die Welt der Audio-Talks zu betreten. Um bei Clubhouse mitzureden, braucht der User eine Einladung von jemandem, der die App bereits nutzt. Ist das erfolgt, erhält er zwei eigene Invites, mit denen man weitere Personen ins Netzwerk hinzufügen darf. Mehr Invites erhalten besonders aktive Nutzer im Laufe der Zeit.

Welche Zielgruppe(n) findest du auf Clubhouse?

Wo sich Konsumenten tummeln, sind Marken nicht weit entfernt. So finden sich nach wenigen Tagen die ersten deutschen Unternehmen auf Clubhouse. Den Vorreiter machten Tech- und Beratungsfirmen, doch Fashion-Marken oder sogar die Polizei Sachsen haben mittlerweile einen Account.

Die Zielgruppe, die Clubhouse nutzt, ist im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken momentan noch relativ homogen – was dem Einladungsprinzip geschuldet ist. Die ersten deutschen Nutzer auf der Plattform waren Tech-Affine, Kreativschaffende, Influencer und Medienprofis. So ist davon auszugehen, dass auch sie wiederum ihnen ähnlich Gesinnte zur App eingeladen haben. Doch das Schneeballprinzip der App führte bereits nach wenigen Tagen zu einem rasanten Anstieg, sodass die Plattform mit jedem Tag an Diversität – und Aufmerksamkeit – gewinnt.

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Autor: Efthalia Chitziou

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