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Clubhouse – vom Start-Up zur Hype-App

Bild von Achim Pape Achim Pape25. Januar 20218 Minuten Lesedauer
Das Wort "Hype" wird durch kleine blaue Lichter abgebildet.

Als die beiden Standford-Absolventen Paul Davison und Rohan Seth mit ihrem Unternehmen Alpha Exploration Co. im März 2020 Clubhouse an den Start brachten, ahnten sie nicht, dass an einem Wochenende im Januar 2021 in Deutschland ein schier unglaublicher Hype um diese Social-Audio-App entstehen würde. 

Wer steckt hinter Clubhouse?

Die Basis für den Erfolg legte ein großzügiger Investor. Früh glaubte die Investmentfirma Andreessen Horowitz an den Erfolg von Clubhouse, das zunächst in der amerikanischen Tech-Szene für Aufsehen sorgte. Nach Informationen des Magazins „Forbes“ erhielt Clubhouse kurz nach Start von den bekannten Investoren eine Finanzierung über 10 Mio. Euro. Die Bewertung habe danach bei mehr als 80 Millionen Euro gelegen. Dennoch hatte Clubhouse in den USA Ende des Jahres 2020 eine eher überschaubare Nutzerzahl von 600.000 Usern. Die Teilnahme von Stars wie Kevin Hart, Paris Hilton, Oprah Winfrey oder Drake verhalf der App aber zu steigender Popularität. 

Der Hype in Deutschland

Wie gelangte die App neun Monate nach dem Start quasi aus dem Nichts auf Platz zwei der deutschen App-Store-Charts? Dazu musst du wissen, dass Clubhouse einen „Invite-Only-Mechanismus“ nutzt. Nur wer eingeladen ist, darf sie nutzen. Jedem User stehen zunächst zwei Einladungen zur Verfügung. Diese keineswegs neue Marketingstrategie heißt künstliche Verknappung. Eine organische Beschränkung existiert dadurch, dass zurzeit nur iOS-User Zugang zu dieser App haben. Diese stellen etwa 30% aller Smartphone-Nutzer in Deutschland.

Die plötzliche Explosion der Nutzerzahlen in Deutschland haben die Gründer dem Podcast „Doppelgänger Tech Talks” und deren den beiden Moderatoren Philipp Klöckner und Philipp Glöckler zu verdanken. Nachdem zu einer von den beiden Moderatoren geplanten Clubhouse-„Session“ nur zwölf Zuhörer kamen, beschlossen die beiden, den „Invite-Only-Mechanismus“ von Clubhouse auszutricksen. Die Idee: Jeder, der eine Einladung übrig hat, stellt sie in einer eigens gegründeten Telegram-Gruppe zur Verfügung. Die beiden starteten mit einigen Nutzern aus ihrem eigenen Netzwerk und baten diese, diesen Gefallen weiterzugeben.

Die Eröffnung dieser Telegram-Gruppe am 11. Januar war der Beginn einer lawinenartigen Verbreitung von Clubhouse in der deutschen Tech-Szene. Über das Wochenende des 16. und 17. Januars schwappte dieser Hype über in andere soziale Netzwerke wie LinkedIn und Twitter. Unterstützt wurde die Verbreitung des Telegram-Marktplatzes durch einen Blogbeitrag des Doppelgänger-Podcasts, der bei relevanten Google-Suchen weit oben platziert ist.

Wie geht es weiter mit Clubhouse?

Ein Ende des Hypes ist nicht in Sicht. Wir sind unglaublich gespannt darauf, wo die Reise von Clubhouse noch hinführt. Hier auf den Seiten findest du umfangreiche Informationen, wie du die App sinnvoll nutzt. Du erfährst, welche Begriffe du zum Start kennen musst und ob du mit Clubhouse zum Influencer werden kannst.
 

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Autor: Achim Pape

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