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Moderieren like a Pro: 5 einfache Handgriffe für bessere Clubhouse-Talks

Bild von Efthalia Chitziou Efthalia Chitziou3. Februar 20218 Minuten Lesedauer

„Dann holen wir mal jemanden auf die Stage“ – auf Clubhouse gehört die Bühne nicht nur dem Moderator, zumindest in den meisten Talks. Es kann viel passieren: Es meldet sich niemand mit einem Wortbeitrag oder es kommen Stars und Sternchen in deinen Raum und dein Talk wird binnen Sekunden von tausenden Usern geflutet. Auch wenn man im Konzept „Clubhouse“ nicht vorhersagen kann, wie die Gespräche in einem Raum verlaufen, so geben wir dir hier ein paar Tipps, Tricks und bewährte Handgriffe für die Vorbereitung. 

Hol dein Publikum ab – immer wieder!

Verwechsle deinen Talk nicht mit einem Meeting, bei dem alle von Anfang an dabei sind und aufmerksam zuhören. Clubhouse ist eher wie eine große WG-Party, bei der alle paar Meter eine Handvoll Leute zusammenstehen und sich unterhalten. User springen meistens zwischen Räumen hin- und her. Ergo: Da Clubhouse ein Live-Format ist, werden immer Nutzer in deinen Raum kommen, die nicht wissen, worum es gerade geht. Klar, je konkreter dein Raumtitel auf die Gesprächsinhalte hinweist, desto mehr lässt sich erahnen. Noch besser ist es, wenn du dir in regelmäßigen Abständen einen kurzen Moment nimmst, um neue Zuhörer zu begrüßen, das Geschehene zusammenfasst und die momentane Frage beschreibst. Aber: Halte dich kurz! Ein bis zwei Sätze reichen aus, sonst langweilst du dein „Stammpublikum“. Deine Co-Moderatoren können dir ebenfalls einen Hinweis geben, wann ein solcher Moment gefragt ist. Zum Beispiel, wenn ein großer Schwung an neuen Zuhörern den Raum betreten hat.  

Reset the room: zurück zum Thema führen

Schnell passiert es, dass Sprecher beim Diskutieren von einem Argument zum nächsten springen und sich vom eigentlichen Thema entfernen. Die Aufgabe des Co-Moderators ist es, die Agenda im Blick zu behalten. Driftet die Konversation im Raum zu weit ab, greifst du als Moderator ein und „resettest“ den Raum – setzt ihn verbal zurück auf den Ursprungszustand. Mache die Sprechenden darauf aufmerksam, dass die Unterhaltung vom Thema abgekommen ist und erinnere, was die eigentliche Fragestellung war. Dieser Schritt funktioniert gut in Kombination mit dem oben beschriebenen Begrüßen der neu hinzugekommenen Zuhörer. 

Sprecher manuell muten

 

Als Sprecher solltest du dein Mikrofon muten (stummschalten), wenn du gerade nicht sprichst. Nicht alle User kennen diesen Kernpunkt der Netiquette, die ungeschriebenen Clubhouse-Regeln. So passiert es, dass Sprecher durch Unwissenheit (oder durch simples Vergessen) ihr Mikrofon noch an haben, während im Hintergrund das Radio, der Staubsauger oder „Familiengeräusche“ zu hören sind. Bitte in diesem Fall die Person freundlich, sich zu muten. Klappt das nicht auf Anhieb oder passt die Unterbrechung gerade nicht gut ins Gespräch, steht dir ein Mute-Recht zur Verfügung. Als Moderator hast du die Möglichkeit, jeden Sprecher manuell stummzuschalten. Halte das Profilbild im Raum lange gedrückt und wähle „Mute speaker“. 

In „eigener Sache“ auf die Stage

Vorsicht vor falschen Absichten: Nicht jeder User, der die „Hand hebt“, hat die Absicht, einen passenden Beitrag zum Thema zu leisten. Die Profile, die oben auf der Stage angezeigt werden, bekommen maximale Aufmerksamkeit. Da ist es klar, dass manche User einfach nur die Bühne gut gefüllter Räume betreten, um die eigene Followerschaft zu vergrößern. Fällt dir das auf, bedankst du dich bei der Person für den Beitrag und machst deutlich, dass themenbezogene Beiträge eher erwünscht sind. Scheininteressierte Nutzer nimmst du am besten gleich von der Bühne herunter. Hierzu einfach das Profil-Icon der Person gedrückt halten und „Move to audience“ wählen.  

Die Stage regelmäßig aufräumen

Nicht nur aus zuletzt beschriebenem Grund, sondern auch um das Durcheinandersprechen zu vermeiden, räumt der Moderator regelmäßig die Bühne auf. Wenn beispielsweise ein Speaker eine konkrete Frage hatte und diese vollständig beantwortet wurde, platzierst du die Person wieder zurück ins Publikum und schaffst Platz für weitere Teilnehmer.  

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Autor: Efthalia Chitziou

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